Projekt INquartier

Überlegungen & Ziele

Mit dem Beschluss des Stadtrats am 04.12.2018 wurde die zeitnahe Weiterentwicklung des „Rieter Areals“ ermöglicht.

In diesem Beschluss wurden folgende städtebauliche Eckdaten für die Entwicklung des Stadtquartiers festgelegt:

  • Ziel: Urbanes Quartier mit gemischten Nutzungen
  • Der Wohnanteil soll bis zu 2/3 der geplanten Geschossfläche betragen
  • Es wird auch einen Anteil öffentlich geförderter Wohnungen geben
  • Großflächige Einzelhandelsbetriebe werden ausgeschlossen
  • Handelsbetriebe in Teilbereichen des EG
  • Flächen für Gemeinbedarf sind in der Bauleitplanung zu sichern und der Kommune zur Verfügung zu stellen
  • Baudenkmäler (< 5% der BGF) sind zu erhalten und in das städtebauliche Konzept zu integrieren

Die GERCHGROUP verfolgt das Ziel, auf den ehemaligen Arealen von Rieter und Bäumler mit dem INquartier ein neues, innovatives und lebendiges Stadtquartier für alle Generationen zu entwickeln. Vor allem dringend benötigter Wohnraum wird dabei geschaffen. Zudem werden auch Gewerbeflächen – zum Beispiel für Büros und Gastronomie – und soziale Infrastruktur geplant. Der Nordpark wird im INquartier nach Westen erweitert, wodurch neue Erholungs- und Aufenthaltsflächen entstehen – sowohl für die zukünftigen Bewohner als auch für die Anwohner in der Nachbarschaft. Durch das INquartier wird das Areal für alle Ingolstädter zugänglich.

Planungsprozess

Der Planungsprozess für das INquartier hat erst begonnen, so dass viele Details noch nicht feststehen.

In einem ersten Schritt wird daher momentan ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt. Dessen Ziel ist ein Gesamtkonzept für die Entwicklung des Areals.
Sowohl im Vorfeld des Wettbewerbs als auch zu den Zwischenergebnissen nach Abschluss der ersten Stufe wurden die Bürgerinnen und Bürger mit Ihren Ideen und Anregungen für das Quartier in den Planungsprozess einbezogen.

Nach dem städtebaulichen Wettbewerb beginnt das Bebauungsplanverfahren. Auch in diesem Verfahren werden die Bürgerinnen und Bürger einbezogen. Mit dem Abschluss des Bebauungsplanverfahrens wird Planungsrecht geschaffen. Danach werden Bauanträge gestellt und erst dann – nach Erhalt einer erforderlichen Baugenehmigung – darf gebaut werden.
Während des gesamten Prozesses des Bebauungsplanverfahrens liegt die Planungshoheit bei der Stadt Ingolstadt. Sie „wacht“ über das Planungs- und Genehmigungsverfahren.

Alle notwenigen Belage, wie bspw. Verkehr, Lärm und der Bedarf an sozialer Infrastruktur, fließen in die Planungen mit ein. Dazu werden verschiedene Gutachten angefertigt, deren Resultate bei den Planungen beachtet werden, um ein möglichst optimales Endergebnis zu bekommen.

Während des gesamten Prozesses des Bebauungsplanverfahrens liegt die Planungshoheit bei der Stadt Ingolstadt. Sie „wacht“ über das Planungs- und Genehmigungsverfahren.

Alle notwenigen Belange, wie bspw. Mobilität, Immissionen und der Bedarf an sozialer Infrastruktur, fließen in die Planungen mit ein. Dazu werden verschiedene Gutachten angefertigt, deren Resultate bei den Planungen Beachtung finden, um ein möglichst optimales Endergebnis zu bekommen.

Städtebaulicher Wettbewerb

Um für die anspruchsvolle Planungsaufgabe eine in jeder Hinsicht optimale Lösung zu finden, wird in enger Abstimmung mit der Stadt Ingolstadt ein städtebaulicher Wettbewerb gemäß RPW 2013 durchgeführt. Basis für die Planungen ist der Eckdatenbeschluss der Stadt Ingolstadt.

Der Wettbewerb ist in ein mehrstufiges Planungsverfahren eingebettet und wird von einer intensiven Öffentlichkeitsbeteiligung begleitet:

  • Bürgerveranstaltung zur Erarbeitung von Anregungen und Hinweisen für die Aufgabenstellung
  • Nicht offener, anonymer städtebaulicher Planungswettbewerb gemäß RPW 2013 mit 15 eingeladenen Teilnehmerteams
  • Bürgerworkshop mit den Preisträgern des Wettbewerbs
  • Vertiefende Bearbeitung der prämierten Entwürfe, Präsentation vor der Jury des Wettbewerbs mit Umsetzungsempfehlung
  • Öffentliche Ergebnispräsentation

Im Rahmen des städtebaulichen Wettbewerbs bewerten renommierte Experten die eingereichten Entwürfe. Das Preisgericht für das INquartier setzt sich aus fünf Fachpreisrichtern und vier Sachpreisrichtern, die stimmberechtigt sind, sowie weiteren sachverständigen Beratern ohne Stimmrecht zusammen.

Dadurch wird sichergestellt, dass das neue Stadtquartier sehr hohen städtebaulichen Qualitätsstandards entspricht. Der Wettbewerb soll im März 2020 abgeschlossen werden. Seine Ergebnisse werden in die Erarbeitung des Bebauungsplans einfließen.

Zwischenergebnisse nach Abschluss der 1. Stufe des Planungswettbewerbs

Die erste Stufe des Planungswettbewerbs wurde im Dezember 2019 abgeschlossen. Am 14. November hatte das Preisgericht nach intensiver Beratung drei Entwürfe prämiert.

Insgesamt waren 14 Arbeiten eingereicht worden. Drei Entwürfe konnte die Mehrheit der Preisrichter dabei besonders überzeugen. Sie wurden daher alle drei gleichrangig prämiert.

Der Beitrag von RKW Architektur + zeichnet sich insbesondere durch begrünte Ost-West-Passagen aus. Über mehrere kleine Plätze wird zudem eine attraktive Nord-Südverbindung geschaffen, die in einem attraktiven kleinen Quartiersplatz am südlichen Ende mündet. Sie sind die Lebensadern des Quartiers.

Der Entwurf des Büros Kister Scheithauer Gross Architekten und Stadtplaner verbindet durch die neue „Grüne Achse“ die Römerstraße mit dem Nordpark und setzt die denkmalgeschützten Bauten in die Mitte, um diese als charakteristische Merkmale des Quartiers hervorzuheben und in eine optische Beziehung zueinander zu bringen. Durch den zentralen Park wird für alle Bewohner eine wiedererkennbare Identität geschaffen.

Die Entwurfsidee des Teams von Angerer Architekten und Stadtplaner wird im Bericht des Preisgerichts wie folgt beschrieben: “Es wird ein urbaner Stadtkörper vorgeschlagen, der sich mit klaren Stadtkanten von der diffusen Umgebung deutlich abgrenzt, sich dabei mit allen öffentlichen Räumen intensiv mit den Nachbarquartieren vernetzt.“

Die drei Entwürfe werden in der nun folgenden Vertiefungsphase von ihren Teams weiter verbessert. Dabei fließen neben den Anregungen, die das Preisgericht den Teilnehmerteams mitgegeben hat, auch die Rückmeldungen der Ingolstädter Stadträtinnen und Stadträte sowie der Bürgerinnen und Bürger ein.

Bürgerbeteiligung

Während des gesamten Prozesses werden die Bürgerinnen und Bürger immer wieder informiert und haben die Möglichkeit, sich an den Planungen zu beteiligen.

Die erste Möglichkeit gab es im Vorfeld des städtebaulichen Wettbewerbs, so dass die Bevölkerung schon bei der Auslobung des Wettbewerbs miteinbezogen wurden. Auch nach der ersten Stufe des Planungswettbewerbs konnten die Bürgerinnen und Bürger bei einem Workshop mit den Architekten der prämierten Entwürfe ihre Anregungen und Ideen für die Überarbeitung der Zwischenergebnisse einbringen.

Die Planungsteams können nun ihre Entwürfe nochmals überarbeiten. Die schlussendlichen Ergebnisse werden selbstverständlich ebenfalls öffentlich vorgestellt und erklärt werden.
Auch im weiteren Bebauungsplanverfahren ist Beteiligung fest verankert und z.T. ohnehin gesetzlich vorgeschrieben.

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