Quartier

Die GERCHGROUP beabsichtigt in Ingolstadt ein neues Stadtviertel zu entwickeln. Die heutigen Gewerbe- und Industrieflächen, die historisch beispielsweise durch Rieter und Bäumler genutzt wurden, sollen in ein lebendiges, zukunftsfähiges und nachhaltiges Quartier umgewandelt werden.

Gesamtareal ca. 153.200 m²
die für die Entwicklung zur Verfügung stehen

  • Ehem. Rieter-Areal, 128.101 m²
  • Ehem. Bäumler-Areal, 25.138 m²

Lage und Umfeld

Das Areal befindet sich an der Friedrich-Ebert-Straße im einwohnerstärksten Ingolstädter Stadtbezirk Nordost.

Das geplante Stadtquartier ist infrastrukturell bereits jetzt sehr gut erschlossen. Der Autobahnanschluss Ingolstadt-Nord ist mit einer Distanz von unter einem Kilometer nur wenige Fahrminuten entfernt, auch der Nordbahnhof mit zahlreichen Zug- und Busanbindungen ist schnell zu erreichen. Der Standort ist über diverse Buslinien angeschlossen, unter anderem ist er auch direkt mit dem Audi Werk verbunden.

Historie

Frühere Nutzung

Ehemaliges Königliches Bayerisches Hauptlaboratorium.
Zwei denkmalgeschützte Gebäude aus der Zeit um 1900 sind noch auf dem Gelände vorhanden:

  • Wasserturm, Baujahr 1915
  • Fabrikhalle mit Sheddächern, Baujahr 1881

1881

Bau der Fabrikhalle mit Sheddächern

1915

Bau des Wasserturms

Bis 2001

Produktion der Bäumler AG (Textilindustrie)

Bis 2018

Produktion der Rieter Ingolstadt GmbH (Textilindustrie)

12/2018

GERCHGROUP erwirbt das Rieter Areal

02/2019

GERCHGROUP erwirbt das Bäumler Areal

Historischer Wasserturm aus dem Jahr 1915
Fabrikhalle mit Sheddächern, Baujahr 1881

Überlegungen & Ziele

Mit dem Beschluss des Stadtrats am 04.12.2018 wurde die zeitnahe Weiterentwicklung des „Rieter Areals“ ermöglicht.

In diesem Beschluss wurden folgende städtebauliche Eckdaten für die Entwicklung des Stadtquartiers festgelegt:

  • Ziel: Urbanes Quartier mit gemischten Nutzungen
  • Der Wohnanteil soll bis zu 2/3 der geplanten Geschossfläche betragen
  • Es wird auch einen Anteil öffentlich geförderter Wohnungen geben
  • Großflächige Einzelhandelsbetriebe werden ausgeschlossen
  • Handelsbetriebe in Teilbereichen des EG
  • Flächen für Gemeinbedarf sind in der Bauleitplanung zu sichern und der Kommune zur Verfügung zu stellen
  • Baudenkmäler (< 5% der BGF) sind zu erhalten und in das städtebauliche Konzept zu integrieren
Lageplan, Quelle: Stadt Ingolstadt

Die GERCHGROUP verfolgt das Ziel, auf den ehemaligen Arealen von Rieter und Bäumler mit dem INquartier ein neues, innovatives und lebendiges Stadtquartier für alle Generationen zu entwickeln. Vor allem dringend benötigter Wohnraum wird dabei geschaffen. Zudem werden auch Gewerbeflächen – zum Beispiel für Büros und Gastronomie – und soziale Infrastruktur geplant. Der Nordpark wird im INquartier nach Westen erweitert, wodurch neue Erholungs- und Aufenthaltsflächen entstehen – sowohl für die zukünftigen Bewohner als auch für die Anwohner in der Nachbarschaft. Durch das INquartier wird das Areal für alle Ingolstädter zugänglich.

Planungsprozess

Der Planungsprozess für das INquartier schreitet voran.

Der erste Schritt – die Durchführung eines städtebaulichen Wettbewerbs, der unter Einbindung der Öffentlichkeit stattgefunden hat – ist abgeschlossen. Mit seiner Hilfe wurde ein Gesamtkonzept für die Entwicklung des Areals gefunden. Der Siegerentwurf des Wettbewerbs hat die hierfür grundlegenden Fragen beantwortet und Aussagen zu Größe, Höhe und Position von Gebäuden und Freiflächen, zur Anbindung des Quartiers und den zu planenden Wegeverbindungen getroffen.

Auf der Grundlage des Siegerentwurfs wurden in einem zweiten Schritt mithilfe einer städtebaulichen Rahmenplanung die Entwicklungsziele für das INquartier konkretisiert. Der Rahmenplan bildet die Basis für das nun laufende Bebauungsplanverfahren, bei dem die Bürgerinnen und Bürger wieder einbezogen werden. Im Bebauungsplanverfahren wird das Gesamtkonzept für das Quartier als Bebauungsplan festgeschrieben und Planungsrecht geschaffen. Nach diesem Schritt können Bauanträge gestellt werden. Nach Erhalt einer erforderlichen Baugenehmigung darf dann gebaut werden.

Während des gesamten Prozesses des Bebauungsplanverfahrens liegt die Planungshoheit bei der Stadt Ingolstadt. Sie „wacht“ über das Planungs- und Genehmigungsverfahren.

Alle notwendigen Belange, wie beispielsweise Verkehr, Lärm und der Bedarf an sozialer Infrastruktur, fließen in die Planungen mit ein. Dazu werden verschiedene Gutachten angefertigt, deren Resultate bei den Planungen beachtet werden, um ein möglichst optimales Endergebnis zu bekommen.

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